Die Schweiz ist noch immer etwas im Rückstand in Bezug auf Anti-Rauchergesetze

Als ich 1989 zum ersten Mal ein Jahr in Kalifornien verbrachte, war ich nicht nur vom Wetter, der Lockerheit der Menschen und der Dynamik der Wirtschaft beeindruckt, sondern auch von der Tatsache, dass so gut wie niemand rauchte. Schon damals war es verboten, in geschlossenen Räumen zu rauchen.

20 Jahre hat es gedauert bis die Schweiz nun auch endlich soweit ist. Und selbst jetzt gibt es immer noch viele Kantone, in denen weiterhin in Restaurants geraucht werden darf. Auch bei uns im Kanton Aarau. Das ist einer der Gründe, warum ich nicht übermässig oft zu unserem Lieblingsitaliener gehe. Wenn man dort raus läuft, muss man sämtliche Kleider sofort wechseln.

Im Kanton Genf wurde im September abgestimmt. 81.7 % der Stimmberechtigten waren für ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen. Ein deutliches Resultat. Die Genfer sind schnell. Bereits am 31. Oktober soll das Gesetz in Kraft treten.

Kürzlich habe ich gehört, dass in England das Herzinfarkt-Risiko massiv zurück ging dank des Rauchverbots. Einer der vielen Vorteile. Es gibt fast nur Vorteile.

Klar, die Restaurantbesitzer behaupten, der Umsatz ginge zurück. Ich denke aber, dass sich der Umsatz nicht nur schnell erholen wird, sondern sogar, dass er sich erhöhen wird. Viele Nichtraucher (immerhin über 70 % der Bevölkerung) werden wohl in Zukunft viel häufiger ins Restaurant gehen, wenn Sie nicht mehr “eingeraucht” werden.

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